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 Betreff des Beitrags: Zauberei!
BeitragVerfasst: 06.06.2011, 18:48 
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Kapitel 1: Erste Prüfung

Der Wind stürmte durch ihr Gefieder und der Regen machte das Fliegen schwer und gefährlicher. Obwohl die Schleiereule das große Schloss mit den vielen Zinnen und Türmen bereits sah kam sie kaum näher heran. Im Erdgeschoss des Schlosses gab es scheinbar nur einen großen Raum der beleuchtet war und Luca wusste was in diesem Raum von statten ging. Heute waren die „Vorstellungsgespräche“ für die Ausbildungsstelle zu einem Auror. Luca nahm die Gestalt eines großen Adlers an und schoss zielsicher dem Boden entgegen. Kurz davor zog sie sich hoch und glitt sachte über die schlammige Wiese. Das Tor zum Schloss stand offen und so flog sie ohne anzuhalten hinein. Der Flur war dunkel und unübersichtlich. Sie nahm wieder die Gestalt der Eule an um besser sehen zu können und entdeckte schließlich den Eingang zu dem beleuchteten Raum. Stimmen drangen heraus.
Luca flog durch den Spalt in die Große Halle ein. Das Mädchen wusste dass dies hier gewöhnlich eine Schule war und nun, da Sommerferien waren, wurde sie genutzt um die Jugendlichen zu testen. An einem langen Tisch saßen fast zwanzig Personen. Alle starrten gebannt zu dem Tisch vorn auf. Dort saßen sieben Auroren. Darunter Harry Potter mit seinen Freunden Hermine und Ron. Luca setzte zur Landung an, Stille war eingetreten und ohne den Boden zu berühren nahm sie die Gestalt eines Mädchens an. Sie hatte schulterlanges weißes Haar und eisblaue Augen. Der Umhang war in einem blutrot getaucht und an ihrer Hüfte trug sie eine Hüfttasche welche eigentlich von Muggeln begeistert getragen wurde. An der Schnalle der Hüfttasche war ihr Zauberstab eingeklemmt. Eichenholz, zwölfeinhalb Zoll und der Kern bestand aus einem Splitter eines Einhornhorns.
Potter erhob sich und sah das durchnässte Mädchen intensiv an. Schließlich nickte er: „Reichlich spät!“ „Hatte ziemlich Gegenwind!“, erwiderte das Mädchen kurz angebunden. Ihr Blick fiel auf einen Auror ganz am Ende des Tisches. Sein Haar war schwarz mit roten Strähnen. Sein Umhang war schneeweiß und über seinem rechten Auge war eine große Narbe zu erkennen. Sein Gesicht wirkte blass und erschöpft, er hatte Augenringe. Potter erwiderte: „Wie wäre es mit dem Zug? Er ist extra für die Bewerber gefahren!“ „Es war mir nicht möglich diesen Zug zu nehmen!“, erwiderte Luca und nahm ganz vorn am Tisch Platz. Luca fuhr sich mit den Fingern durch das Haar und Hermine erhob sich nun: „Aus welchen Gründen war es der Dame denn nicht möglich mit dem Zug zu fahren? Verschlafen?“ Luca rollte mit den Augen und erhob sich wieder: „Ich komme gerade erst aus Norwegen. Vielleicht deshalb.“ Potter schien zu begreifen: „Dann bist du Brinx.“ Luca nickte daraufhin nur und nahm wieder Platz. Harry musterte sie eingehend, dann wandte er sich an die anderen Teilnehmer: „Ihr Name ist Lucaria Brinx, aus Norwegen!“ „Eine Lady aus Norwegen?“, grinste der junge Mann sie an, der ihr gegenüber saß. Er trug einen schwarzen Umhang und hielt in seiner rechten Hand einen Zauberstab, Birkenholz, elf Zoll, Kern unbekannt. Sein Haar war gräulich gefärbt und seine Augen hatten eine grünliche Farbe.

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Zuletzt geändert von Animagus am 08.06.2011, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 07.06.2011, 18:02 
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voll cool! schreib bitte gaaaaanz schnell weiter!!! :mrgreen: :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 07:49 
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Danke! Bin im Word bereits dem hier eingestellten voraus. Deshalb werde ich heute Abend noch bisschen was reinstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 15:28 
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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 17:00 
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Fortsetzung Kapitel 1

Der Junge neben ihm verpasste ihm kurzerhand eine Kopfnuss und lächelte das Mädchen an: „Also, Lucaria, was treibt dich her?“ Luca nickte entschlossen: „Wie alle die hier am Tisch sitzen will ich Auror werden!“ Der junge Mann mit dem gräulichem Haar lachte: „Sieh dich um. Es gibt kaum Frauen hier, die Arbeit ist zu hart für euch!“ „Euch?“, fragte Luca neugierig nach und der Junge nickte: „Klar, für die Frauen!“ „Wir sprechen uns wieder wenn ich meine Ausbildung begonnen habe!“ „RUHE!“, erhob sich Harry Potters Stimme über den Saal und die anderen Teilnehmer wurden still. Luca sah dem jungen Mann ihr gegenüber in die Augen, erst dann wandte sie sich ab. Harry hatte vor sich eine Schriftrolle ausgebreitet und begann zu berichten: „Es sind mittlerweile einundzwanzig Teilnehmer hier. Wie sicher einige von euch wissen sind die Aufnahmekriterien sehr streng und wir können nicht alle die Ausbildung zum Auror machen lassen. Oz und Raymond nehmen bereits ein zweites Mal an diesem Ausscheid teil. Will einer von euch etwas sagen?“ Der junge Mann, mit dem grauen Haar, der Luca gegenüber saß, erhob sich und begann mit einer Eleganz in der Stimme zu sprechen: „Für alle die hier zum ersten Mal teilnehmen. Dies hier ist kein Spiel. In den verschiedenen Tests werden eure Fähigkeiten erprobt bis aufs Äußerste. Dies ist gewiss nichts für schwache Nerven. Alle die sich dieser Aufgabe nicht gewachsen sehen sollten umgehend verschwinden und sich nicht hier blamieren!“ „Hast du dich etwa letztes Jahr blamiert?“, fragte Luca provozierend und sein Nachbar begann in sich hinein zu kichern.
„Das habe ich niemals behauptet!“, erwiderte der Junge gereizt und Luca grinste breit: „Aber du bist ein zweites Mal hier und das zeigt mir dass deine Fähigkeiten im letzten Jahr wohl nicht ausgereicht haben.“ Sein Nachbar ergriff beruhigend den Arm seines Freundes und flüsterte: „Oz, bleib ruhig!“ Oz nahm wieder Platz, sah das junge Mädchen jedoch durchdringend an. Diese wandte den Blick zu Potter. Dieser seufzte und kratzte sich am Kopf: „Ich denke mehr als fünf werden aus diesem Raum auf keinen Fall als Auror angenommen werden.“ Hermine mischte sich nun ein: „Wir wollen wirklich nicht lang um den heißen Brei reden. Fangen wir doch einfach mit der ersten Prüfung an.“ Harry nickte zustimmend und unter den Teilnehmern brach Getuschel aus. Ron blieb ruhig auf seinem Stuhl sitzen und beobachtete das Geschehen. Luca bemerkte den Blick von Raymond, der jedoch nicht ihr galt, sondern dem jungen Zauberer am Ende des Lehrertisches. Dieser nickte dem jungen Mann zu und Lucas Misstrauen wurde damit geweckt.
Harry begann zu erklären: „Eure erste Mission wird es sein einen geflohenen schwarzen Zauberer einzufangen. Er hat sich im Wald versteckt.“ „Wer ist denn dieser Zauberer? Gibt es einen Namen?“, fragte Oz nachdenklich und Raymond grinste frech seinen Freund an. Harry nickte und erwiderte: „Heute übernimmt die Rolle unsere Verspätung!“ Luca reagierte überhaupt nicht darauf. Oz sah das Mädchen durchdringend an und Potter räusperte sich: „Lucaria?“ Sofort sprang Luca auf und erwiderte: „Ja!“ „Teddy wird dich einweisen!“, erwiderte Harry und der junge Mann am Ende des Lehrertisches stand auf. Luca bewegte sich nervös auf Ted zu. Er grinste sie an und begann: „Du hast fünfzehn Minuten Vorsprung. Du bekommst einige Goldtaler. Jeder der dich findet bekommt einen. Verstanden?“ Luca schwieg. Was sollte daran bitte eine Prüfung sein. Harry berichtete: „Für jeden, auch für unseren schwarzen Zauberer werden Hindernisse im Wald auf euch warten. Es ist eure Aufgabe den schwarzen Zauberer zu finden um von ihm einen Goldtaler zu erhalten. Erst wenn ihr ihre Schulter einmal antippt darf sie euch einen Taler geben. Ihr habt bis morgen früh Zeit. Ted!“ Teddy kramte aus seiner Tasche fünfzehn Goldtaler heraus und reichte sie an Luca weiter. Diese verstaute die Taler achtlos in ihrer Hüfttasche.
Ted fuhr fort: „Sollte es Schwierigkeiten geben mit denen ihr nicht fertig werdet könnt ihr ein blaues Feuerwerk am Himmel entstehen lassen und wir helfen euch. Lucaria! Sobald du keine Taler mehr hast verlässt du den Wald, wir, die Auroren hier, werden am Rand des Waldes warten. Verstanden?“ Die anderen Teilnehmer stimmten zu und Ted nickte Luca zu: „Dann mal los!“ Luca zuckte mit den Schultern und rannte los. Doch anstatt weiterzulaufen sprang sie auf die Sitzbank zu ihrer linken und drückte sich ab. Noch während sie sich in der Luft befand verwandelte sie sich in eine Schleiereule. Schuhuend verließ sie die Große Halle und anschließend das dunkle Schloss. Kaum schlug ihr der nasse Wind entgegen verwandelte sie sich umgehend in einen großen Seeadler. Mit ihren großen Schwingen glitt sie elegant über den Rasen und verschwand zwischen den Bäumen. Die Hüfttasche passte sich ihrem Körper immer wieder an und konnte deshalb nicht verloren gehen. Als sie tiefer im Wald verschwunden war nahm sie in der Krone eines Baumes Platz und ließ den Regen auf ihr Gefieder prasseln. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor bis sie endlich Schnattern und die Schritte der anderen Teilnehmer vernahm. Der Regen wurde immer Stärke und der Wind rauschte durch die Kronen der Bäume. Die Äste knarrten unter diesen Einwirkungen erheblich und ließen Luca kaum noch die Schritte der anderen erkennen. Sie schüttelte ihr Gefieder und blickte hinab auf drei junge Mädchen. Die Mädchen standen Schutz suchend unter dem Baum. Sie waren völlig durchnässt und hatten wahrscheinlich sogar schon die Nase gestrichen voll. „Schon aufgegeben?“, ertönte eine männliche Stimme durch den Regen und Oz und auch Raymond stampften durch das Dickicht hervor.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 09.06.2011, 17:45 
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Rest Kapitel 1!

Die Mädchen schienen irgendwie erleichtert zu sein die Jungs zu sehen. Eines der Girls sprach: „Es regnet fürchterlich. Ich kann überhaupt keine Spuren erkennen.“ „Was wahrscheinlich weniger am Regen als vielmehr daran liegen mag dass sie ein Animagus ist!“, erwiderte Raymond freundlich und die Mädchen verfielen in Schweigen. Eine der drei seufzte: „Wie sollen wir denn bitte eine Eule hier finden?“ Luca nahm menschliche Gestalt an und gab eine Antwort: „Mit etwas Fantasie wahrscheinlich!“ Die Mädchen, wie auch die beiden Jungs, sahen auf. Zwei der drei Mädchen kreischten erschrocken und die dritte lief erschrocken davon. Raymond lächelte freundlich: „Ist es nicht etwas unbequem bei diesem Wetter?“ „Ziemlich, ja!“, antwortete Luca lächelnd und Oz mischte sich ein: „Ich will eure Unterhaltung ungern stören, aber wäre es nicht angebracht ihre Schulter zu berühren?“ Eines der beiden Mädchen zog ihren Zauberstab hervor und sofort preschte ein roter Blitz aus der Spitze heraus. Mit so harten Mitteln hatte Luca nicht gerechnet. Der Blitz traf den Ast auf dem sie saß und mit lauten Knarren und Knacken brach er ab. Noch bevor Luca auf dem Boden aufschlagen konnte nahm sie die Gestalt einer Katze an. Sie landete elegant auf allen vieren. Die Mädchen starrten die Katze an. Laut schreiend rannten die Mädels davon. Luca legte die Ohren an und die beiden Jungen starrten auf die Katze hinab.
Raymond näherte sich der Katze und nahm sie auf den Arm: „Bist du aber niedlich!“ Dabei tippte er ihr auf die Schulter. Jetzt erst begriff Luca und begann sich miauend und fauchend zu wehren. Oz kam grinsend näher und nahm nun die Katze auf den Arm, auch er berührte zärtlich ihre Schulter. Luca verwandelte sich in einen Menschen zurück und wurde somit von Oz umarmt. Schüchtern ließ er sie los. Luca öffnete ihre Hüfttasche und zog zwei Taler hervor. Raymond nahm beide grinsend entgegen. Das Mädchen fragte nach: „Seit ihr nicht überrascht?“ „Klar!“, erwiderte Oz und Raymond fuhr fort: „Wer sich in der magischen Welt gut auskennt, erkennt dass deine Augen nicht normal sind. Du bist ein Wandler!“ „Ich habe noch nie jemanden getroffen der dies nur an meinen Augen gesehen hat!“, sagte Luca bewundernd und Oz lachte: „Unsinn. Unsere Lehrer haben uns erzählt dass die Familie Brinx die letzten lebenden Wandler seien.“ Luca sah Raymond kurz an und verfiel dann in Lachen. Raymond sah sich plötzlich nervös um: „Deine Aufgabe ist äußerst wichtig! Du solltest jetzt ernst machen!“ Luca nickte verstehend und rannte von den beiden jungen Männern weg. Sie drückte sich vom Erdboden ab und sprang so hoch sie konnte. Die Schleiereule schwang sich schuhuend in die Höhe und verschwand wieder in den Kronen.
Es verging wirklich viel Zeit bis Luca überhaupt einen anderen Teilnehmer wieder sah. Wenn sie diese jedoch sah, sahen sie meistens unaufmerksam in der Gegend herum und hielten nervös ihre Zauberstäbe umklammert. Der Regen ließ etwas nach und der Wind schien langsam seinen Zorn gesenkt zu haben. Er pfiff leicht durch das nasse Gefieder der Schleiereule. Ein roter Blitz schoss durch die Dunkelheit. Luca schrak zusammen und flog sofort zum nächsten Baum. Jedoch stellte sie sofort fest dass dieser Blitz nicht ihr galt, sondern vielmehr einem Teilnehmerpärchen die Arm in Arm durch den Wald schlichen. Die beiden hatten sofort ihre Zauberstäbe erhoben und schlichen so schnell es ging davon. Luca erblickte den jungen Ted. Er stand hinter einem Baum mit seinem Zauberstab in der Hand. Er blickte zu der Schleiereule auf und legte seinen Zeigefinger auf seine Lippen. Kaum tat er dies knackte etwas durch das Unterholz. Dies war gewiss kein Mensch. Luca erhob sich in die Lüfte und schwebte nun knapp über den Bäumen des verbotenen Waldes hinweg. Mit ihren scharfen Eulenaugen suchte sie den Erdboden ab. Ein bärenähnliches Wesen schlich durch das Unterholz. Seine Klauen und Zähne strahlten weiß und sein Fell war braun und verklebt. Das Wesen war doppelt so groß wie ein gewöhnlicher Bär.
Vorsichtig näherte sich die Eule dem Bären. Er brummte aufgebracht und torkelte hin und her. Sein Geruch war wirklich seltsam. Es roch nach Schlamm, Blut und einer Mischung aus Blumen. Der Bär brummte auf und fixierte ein bewegliches Ziel. Ein Teilnehmer schlich allein zwischen den Bäumen hindurch. Er schien den Bären überhaupt nicht zu bemerken. Der Bär rannte los, seine Pranken durchschlugen den Erdboden und schleuderten Erdbrocken davon. Luca nahm menschliche Gestalt an und rief so laut sie konnte: „Pass auf!“ Sofort reagierte der Junge und sprang rechtzeitig, aber schreiend zur Seite. Das Wesen war sehr gelenkig und wandte sich seiner Beute zu. Es holte mit seiner Pranke aus und Luca reagierte schlagartig. Sie verwandelte sich in einen silbergrauen Wolf und eilte mit großen Schritten auf dem Bär zu. Der junge Mann erhob sich und eilte davon. Er hob seinen Zauberstab und ein blaues Feuerwerk erstreckte sich am Himmel. Luca verbiss sich sofort in die erhobene Pranke. Der Bär begann zu Brüllen und mit schüttelnden Bewegungen den Wolf los zu werden. Der Bär schrie vor Schmerz und schleuderte die Wölfin gegen den nächsten Baum. Zwischen den Bäumen tauchte plötzlich Potter auf. Er wandte sich an den Jungen, befahl ihm den Wald sofort zu verlassen.
„Es reicht!“, flüsterte Harry und der Bär hielt sofort inne. Die Wölfin stand knurrend am Baum und nach wenigen Sekunden verwandelte sich der Bär in seine wirkliche Form. Einer der Auroren, der vorhin mit am Tisch gesessen hatte, stand nun in der Lichtung und hielt sich den verletzten Arm. Er hatte kurzes blondes Haar, sein Gesicht war blass und sein Umhang wirkte dafür jedoch teuer. Sein Zauberstab lugte aus seinem Hosenbund, er glänzte. Der Mann sah die Wölfin an: „Ich wusste nicht dass sie in der Nähe war!“ „Schon gut, Malfoy!“, erwiderte Harry und Luca verwandelte sich in einen Menschen: „Es tut mir Leid!“ Malfoy grinste: „Keine Panik. Ich werde es schon überleben!“ „Ich wusste ja nicht dass Sie ein Auror sind!“, erwiderte Luca schuldbewusst und Harry legte seine Hand auf ihre Schulter: „Keine Sorge!“ Luca konnte gar nicht glauben dass er bereits drei Kinder hatte die alle drei bereits zur Schule in Hogwarts gingen.
Luca zog aus ihrer Hüfttasche einen Taler hervor und hielt ihn Harry hin: „Dies ist wohl Ihrer!“ Dabei deutete sie auf die Schulter und Harry grinste Malfoy an: „Sieh nur, ich habe die erste Prüfung bestanden.“ Freundlich nickte Malfoy und Potter ihr zu, dann verschwanden beide aus dem Wald und Luca blieb zurück.
Der Regen wurde wieder stärker und Luca hatte wirklich nach der Begegnung mit den beiden Auroren nicht viel Glück. Grob brachte eine kleine Gruppe von den Teilnehmern sie zu Fall und dabei musste Luca fünf Taler abgeben, damit fehlten bereits acht. Dann stürzte sie auch noch und landete bei drei weiteren Teilnehmern. Diese waren wirklich dankbar über die geschenkten Taler.
Es dämmerte bereits. Luca saß in einem Baum, die Beine an den Körper gezogen. Sie fror erbärmlich. Langsam glitt die Sonne über den Himmel und wärmte die Umgebung auf. Schritte vernahm Luca und ihr Blick glitt zu Boden. Unter dem Baum standen zwei junge Männer, beide sahen sie an. Luca rief hinunter: „Ihr wisst ja was ihr zu tun habt!“ Das Mädchen blieb regungslos sitzen und mit einem Knistern in der Luft schoss ein gelber Blitz direkt an ihrer Schulter vorbei. Ihr blutroter Umhang wurde dabei angesenkt. Luca sprang sofort vom Baum herunter und nahm die Gestalt einer Katze an. Kaum landete sie auf allen vieren wurde ein weiterer Blitz auf sie abgefeuert. Die Druckwelle die beim Einschlag des Blitzes erzeugt wurde traf auch das junge Mädchen. Sie wurde weggeschleudert und nahm wieder menschliche Gestalt an. Was war nur mit denen los?
Einer der Kerle rief höhnisch: „Gib uns all deine Taler!“ Luca lachte auf und drehte sich wieder herum. Sie nahm die Gestalt einer Schleiereule an und hob ab. Sofort stob ein roter Blitz an ihr vorbei, doch Luca war eine gute Pilotin, sie wich aus und näherte sich dem Rand des Waldes. Die Stimmen der Jungen waren wieder zu hören, sie fluchten und rannten der fliegenden Eule nach. Immer wieder verfehlten die Blitze aus den Zauberstäben der jungen Männer die Schleiereule und als Luca den Rand des Waldes erreichte, erblickte sie die Auroren und die siegreichen Zauberer und Hexen. Luca setzte zur Landung an und noch bevor sie den Boden berührte nahm sie menschliche Gestalt an. Malfoy stand neben Potter mit verbundenem Arm und Ted kniete in der Nähe von Oz und Raymond. Luca warf einen Blick über die Schulter und schüttelte erleichtert den Kopf. Sie wandte sich wieder um und spürte den Windzug des Blitzes der ihren Kopf nur knapp verfehlte.
Luca warf sich erschrocken in die schlammige Wiese und nahm instinktiv die Form einer Maus an. In dem hohen Gras konnte man sie nicht sehen. Ted schrie aufgebracht: „Könnt ihr euch nicht an die Regeln halten? Keine Flüche!“ Einer der Jungen lachte: „Klar, weil ihr ja auch keine Flüche einsetzt um schwarze Zauberer zu fangen." Raymond kam auf die kleine Maus zu und nahm sie schützend in die Hand. Das kleine Tier zitterte zwischen seinen Fingern. Harry seufzte schwer: „Habt ihr einen Taler?“ „Nein!“, erwiderte der eine Junge und Harry nickte: „Gut, denn ich hätte euch disqualifiziert!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 11.06.2011, 19:58 
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Kapitel 2: Gefahren im Schloss

In der Großen Halle saßen nun nur noch elf Teilnehmer. Damit sind zehn Teilnehmer ausgeschieden. Diese Personen wurden nach einem längeren Gespräch nach Hause geschickt. Natürlich waren viele der Zauberer und Hexen damit nicht einverstanden, sie fühlten sich ungerecht behandelt und brachten dies auch lautstark vor der Großen Halle zum Ausdruck. Die große Tür war verschlossen und die elf Gewinner saßen gemeinsam am Tisch, während ein kleiner Hauself umher schlich und jeden einzelnen fragte was er trinken möchte. Luca nahm sich einen Tee. Oz und Raymond saßen wieder beieinander und unterhielten sich gedämmt miteinander. Dies verstärkte den Eindruck von Luca, dass die beiden sich schon vorher kannten und Freunde waren.
Die anderen schienen sich genauso wenig zu kennen wie Luca hier jemand kannte. Luca hatte sich in einer freien Minute umgezogen, jedoch trug sie wieder einen blutroten Umhang. Raymond beugte sich zu ihr herüber: „Wie ist es so als Tier zu leben?“ Luca umklammerte den warmen Trinkbecher mit ihren kalten Fingern und antwortete: „Manchmal besser als ein Mensch.“ „Was genau findest du am besten am Tierdasein?“, fragte Raymond neugierig und Luca lächelte: „Die Freiheit. Ich kann überall hin gehen ohne dass man mich findet.“ Harry kam in die Große Halle. Er wurde von seinen Gefährten, Malfoy, Ron, Hermine, Ted, Xanders und Rexter begleitet. Harry schien wütend zu sein, wütend über die anderen Teilnehmer die sich nun auf den Rückweg machten.
Die Auroren nahmen am Lehrertisch Platz und tranken erst einmal in Ruhe ihre heißen Getränke. Die Tür wurde lautstark aufgeschoben und ein riesiger Mann trat ein. Sein Haar war grau, so wie sein Bart und seine Sachen bestanden aus alten Tierfellen. Er hob grüßend die Hand: „Harry, verzeih die Störung!“ Potter erhob sich und lächelte: „Hagrid. Schön dich zu sehen!“ Oz und auch Raymond sahen zum Lehrertisch auf, Luca folgte den Blicken der beiden. Aus irgendeinem Grund schienen sie mit Ted Remus Lupin zu kommunizieren. „Will ja echt nicht stören, aber sind gerade Briefeulen eingetroffen.“, rief Hagrid durch den Raum und Harry winkte mit der Hand ab: „Dann lass sie rein!“ Hagrid schob die Tür auf und sofort schwärmten einige Eulen herein. Jede einzelne landete bei ihrem Besitzer und überbrachte ihre Nachricht. Bei Luca landete keine, selbst wenn würde sie den Brief unverzüglich zerstören. Oz lehnte sich zu ihr herüber: „Will dir niemand Glück wünschen?“ „Und dir?“, fragte Luca gereizt zurück und Oz grinste breit: „Ich brauch kein Glück!“ Obwohl die Teilnehmer gerade erst ihre Briefe öffneten rief Potter durch den Raum: „Etwas Beeilung bitte! Wir möchten fortfahren!“ Unter den Teilnehmern kehrte Ruhe ein während die Eulen schuhuten und mit den Schnäbeln klackerten. Nun erhob sich endlich Ron. Sein Umhang war pechschwarz und wirkte an ihm elegant und vornehm. Der rothaarige Mann begann: „Eure nächste Aufgabe wird es sein Informationen zu beschaffen. Es befinden sich im Schloss verzauberte Gegenstände. Entweder arbeitet ihr im Team oder allein. Aber jeder muss bis heute Abend einen dieser magischen Gegenstände gefunden haben.“ Getuschel brach an den Tischen aus und Oz und Raymond tauchten lächelnd Blicke.
Luca lehnte noch immer gelangweilt im Stuhl zurück. Ron fuhr fort: „Jedoch muss jeder einzelne einen Gegenstand haben, wer bis heute Abend keinen hat fällt durch!“ Damit setzte Ron sich genervt hin und Malfoy rief zum Abschluss: „Es befinden sich einige Lehrer im Schloss und auch ein paar mehr Auroren die ihr bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habt. Fragt sie, sprecht mit ihnen. Und jetzt, fangt an!“ Einige der anderen schienen nicht recht zu wissen was sie als nächstes zu tun hatten. Oz und Raymond blieben relaxt sitzen und grinsten sich an, wieder wanderte deren Blick hinauf zu Ted Remus Lupin. Schließlich erhoben sich einige der Anwesenden und verließen die Große Halle. Luca blieb noch immer entspannt sitzen und wartete darauf dass sich eigentlich Oz und Raymond erhoben und sich auf die Suche begaben, doch auch die beiden blieben sitzen. Potter las etwas in einem Buch während die anderen Auroren die Große Halle verließen. Luca öffnete ihre Hüfttasche und holte Tinte, Feder und Papier hervor. Dann begann sie konzentriert zu zeichnen.
„Was tust du da?“ frage Oz neugierig und lehnte sich zu dem weißhaarigen Mädchen hinüber. Sofort verdeckte Luca ihre Zeichnung mit der Hand und fauchte den aufdringlichen jungen Mann an: „Nicht so neugierig, klar?“ Oz kicherte leise und zuckte mit den Schultern. Raymond tauschte mit Ted Blicke. Dies bemerkte Luca natürlich sofort und als sie die Zeichnung des Grundrisses beendet hatte, erhob sie sich abrupt. Auch Oz und Raymond standen plötzlich auf. Luca verharrte und faltete den Grundriss so klein wie möglich zusammen. Diesen verstaute sie schließlich in ihrer Hüfttasche und fragte die beiden anderen Teilnehmer: „Auffällig unauffällig, nicht wahr?“
„Wie?“, fragte plötzlich Raymond und Luca zuckte lachend mit den Schultern: „Wer weiß!“ Dann verwandelte sie sich kurzer Hand in einen zotteligen weißen Hund und eilte aus der großen Halle heraus. Außerhalb dieser Halle blieb sie stehen, hielt die Nase nach oben und nahm Witterung auf. Sie versuchte die Richtungen der anderen zu bestimmen um dann ein unberührtes Gebiet zu betreten. Sie vernahm Schritte hinter sich, wenn ihre Vermutung stimmte, dann musste sie sich bei den Aufgaben von Oz und Raymond fern halten. Deshalb eilte sie, wie es ihre Nase befahl in die Nähe der Kerker.
Ungestört wie sie war verwandelte sie sich wieder in Menschengestalt und kramte den Umriss Hogwarts heraus, welchen sie völlig aus dem Gedächtnis heraus gezeichnet hat. Nachdenklich studierte sie das Pergamentblatt und glitt mit den Finger über die Gänge, sie verfolgte ihren eigenen Weg. Sie musste sich über einige Punkte erst einmal klar werden, bezüglich dieser neuen Aufgabe. Wie viele verzauberte Gegenstände würde es im Schloss geben und sind sie deutlich erkennbar oder eher versteckt und getarnt. Es gab viele verdächtig aussehende Gegenstände die rechts und links die Kerkerwände schmückten und doch erregte keines dieser Dinge Lucas Aufmerksamkeit.
Ihre bisherige Ausbildung war streng und anstrengend und aufgeben war gewiss keine Option. Wenn sie sich in dieser einfachen Aufgabe nicht beweisen kann, dann ist sie keine gute Hexe, das war ihr klar. Aber zumindest konnte sie einen Pluspunkt auf ihre Liste setzen, sie kannte Oz´s und Raymonds Aufgabe bei diesen Prüfungen.
Der zottelige Hund hielt inne und von einer Sekunde zur nächsten hockte an dessen Stelle das weißhaarige Mädchen. Ohne Zögern zog sie aus der Schnalle der Hüfttasche ihren Zauberstab und begann Gemälde für Gemälde anzutippen. Zwischendurch gab es auch Masken zu sehen, seltsam wirkende Lampen und sogar komisch aussehende Wandteppiche die irgendwie nicht in einen Kerker zu passen schienen. Jedoch reagierte keines dieser Gegenstände auf die Zauberstabberührung, damit war es ausgeschlossen dass diese verzaubert waren. Luca blickte sich neugierig und leicht nervös um. Hinter und auch vor ihr herrschte Dunkelheit und dies bereitete ihr Unbehagen. Zudem schien dieser Gang kein Ende zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 14.06.2011, 22:51 
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Rest Kapitel 2

Fast schon erschrocken blieb das junge Mädchen an Ort und Stelle stehen. Zu ihrer Rechten, sie sah es erst jetzt, stand eine Tür offen da. Der Raum dahinter war dunkel und unübersichtlich. Leise flüsterte das Mädchen: „Lumos!“ Ein kleines Licht an der Spitze ihres Zauberstabes erhellte den Raum vor ihr. Ein Schreibtisch, gestapelt mit Büchern und Pergamentrollen kam zu Vorschein. Regale über Regale an den Wänden, auch gefüllt mit Büchern. Luca trat nun vollends ein und leuchtete den Raum mit erhobenem Zauberstab vorsichtig aus. Es wäre eine echte Plage gewesen jedes einzelne Buch anzutippen, wahrscheinlich hätte sie dafür bereits den ganzen Vormittag benötigt und wäre vermutlich nicht einmal fündig geworden. Aber vielleicht konnte sie ja einen Blick in die Schubladen des Schreibtisches werfen, sicher ist sicher.
Vorsichtig zog sie eine Schublade auf. Darin stand ein Tintenfass und unzählige zersauste Federn. Die zweite Schublade wirkte schon interessanter. Darin befanden sich einfach Muggelutensilien. Angefangen von einem Kugelschreiber bis hin zu einem Taschenmesser. Dies war selbstverständlich zu überprüfen und so nahm Luca jedes einzelne dieser Muggeldinge heraus und tippte es mit dem Zauberstab an. Nichts geschah. Sie packte alles zurück in die Schublade und verschloss diese. Seufzend zog sie die nächste Schublade auf, darin lagen alte Zeitschriften, ebenfalls aus der Muggelwelt.
Dann plötzlich ertönte in der Ferne, irgendwo einige Stockwerke über Luca, ein lauter Knall. Selbst die Kerkerwände hier unten zitterten und Staub wirbelte auf. Nun umklammerte Luca ihren Zauberstab fester, denn auch Schreie ertönten aus den oberen Stockwerken. Sollte sie nachsehen gehen? Unter Aurorenkollegen würde man dies vermutlich tun und eventuell bekam man dafür Punkte.
Also steckte Luca ihren Zauberstab zurück in die Hüfttasche und verwandelte sich augenblicklich in den zotteligen Hund zurück. Diese eilte los. Wie im Flug durchlief er den bereits zurückgelegten Kerker und erreichte bald den Platz vor der großen Halle. Luca musste hecheln, sie war kaputt und außer Atem, zudem fror sie leicht, ihr Fell war noch ziemlich nass. Angestrengt lauschte der Hund, noch immer erhallten hier und da Schreie und manchmal war auch ein Knall oder zerbrechendes Glas zu hören. Die Hündin kam nicht umher vorher noch einen raschen Blick in die große Halle zu werfen, diese war nämlich leer. Die Lichter waren erloschen und weder Auroren, noch die Faulpelze Oz und Raymond waren zu sehen. Ihre Mitstreiter mussten noch etwas Geduld aufbringen.
Das Hündchen verwandelte sich wieder in einen Menschen und mit erhobenem Zauberstab leuchtete sie die Halle aus. Bis auf den Tischen war nichts zu sehen. Doch dann viel Lucas Blick auf einen Trinkkelch der oben auf den Lehrertisch stand. Die Hauselfen räumten normalerweise prompt Geschirr weg und damit war es eigentlich unmöglich dass sie dieses vergessen hatten. Nun setzte Luca sich in Bewegung, sie rannte die große Halle hindurch und blieb vor dem Kelch stehen. Vorsichtig tippte sie den Kelch an und ihre Vermutung bestätigte sich. Der Kelch begann sofort zu zittern.
Luca tippte ihre linke Hand an und flüsterte: „Residakne!“ Eine kaum sichtbare Schicht umgab ihre Hand und sie berührte den Kelch nun ohne Gefahr zu laufen einem Fluch zu erliegen. Vorsichtig verstaute sie diesen in ihrer Hüfttasche. Auch der Zauberstab fand dort seinen gewohnten Platz und das Mädchen verwandelte sich erneut in ein Tier. Der Hund hätte viel zu lange gebraucht alle Treppen zu erklimmen, zudem wechseln diese ja ständig ihre Richtung. Eine Eule hingegen kann im Dunkeln sehen und braucht keine Treppen um Etagen hinauf zu kommen.
Die Schleiereule flog davon und verschwand durch das zweiflüglige Hallentor. Schuhuend flog sie die Treppen hinauf, erstes Stockwerk, zweites, drittes und dann sah sie etwas. Zwei Teilnehmer hatten sich hinter einer Statue versteckt und versuchten mit den erhobenen Zauberstäben die gegnerischen „schwarzen Magier“ auszuschalten. Die als schwarze Magier getarnten Zauberer waren niemand andere als Potter, Granger und Malfoy. Es machte ihnen sichtlich Spaß den unterlegenen Anfängern Angst einzujagen.
Noch im Flug verwandelte sich Luca in eine kleine weiße Maus und schlich sich unbemerkt an ihren Mitstreitern und der Statue vorbei. Sie eilte ohne Aufsehen zu erregen auf die „feindlichen“ drei Zauberer zu. Nun erst vernahm sie auch deren Stimmen.
Potter: „Wir sollten es nicht übertreiben, zudem haben wir noch andere Stockwerke zu überwachen!“ Nun kicherte Granger: „Aber irgendwie macht es doch Spaß!“ Malfoy schüttelte den Kopf: „Ehrlich? Spaß? Ich finde es ist Knochenarbeit, hätte das die Personalabteilung nicht selbst übernehmen können?“ Potter seufzte genervt: „Dieses Jahr will man die Besten der Besten. Die Personalleute wählen nach Zeugnis, Beurteilung der Lehrer und Instinkt. Und wir haben ja gesehen war mit den letzten sieben Neulingen unserer Abteilung geschah!“ „Genau! Drei gaben auf und fuhren nach Hause, zwei sind mittlerweile im Innendienst tätig, einer hat ein Bein verloren und der letzte starb einfach mal so im Kampf.“, erwiderte Granger nervös und Malfoy gluckste: „Einfach mal so?“
„JA! Hätte er etwas mehr aufgepasst hätte ich nicht so viel Papierkram zu erledigen gehabt!“, seufzte Granger und schoss einen weiteren Fluch in die Richtung der Angreifer. Die kleine Maus eilte an den drei Zauberern vorbei und kam hinter denen zu stehen. Lautlos wie immer nahm sie die Gestalt eines Menschen wieder an und zog den Zauberstab. Leise, fast säuselnd flüsterte Luca: „Incendio!“ Ohne ein Geräusch zu machen stoben kleine Feuerbälle aus dem Zauberstab und entflammten Potters Umhang. Luca verwandelte sich in eine kleine weiße Spinne und krabbelte davon.
Potter bemerkte das Feuer prompt und sprang erschrocken in die Höhe. Auch Malfoy und Granger schienen erschrocken über den plötzlichen Hinterhalt zu sein. Granger hob prompt den Zauberstab und rief: „Aquamenti!“ Wasser spritzte aus ihrem Zauberstab und löschte das Feuer. Keuchend blieb Potter stehen während Malfoy sich den angesengten Umhang ansah. Potter seufzte: „Damit sind unsere Opfer entkommen!“ Und tatsächlich. Die beiden Teilnehmer hatten diese Gelegenheit genutzt und waren davon gestürmt. Granger blickte in den Gang hinter den dreien und dachte angestrengt nach, während Malfoy fragte: „Ich habe nichts gemerkt, wie kann das sein?“ Potter seufzte: „Wir waren scheinbar unachtsam!“ „Nein!“, sagte Granger mit Nachdruck und lächelte plötzlich: „Unseren Angreifer konnten wir nicht sehen.“ Dabei deutete sie auf die weiße Spinne an der Wand.
„Spinnen können zaubern? Gott sei Dank weiß das Ron nicht!“, erwiderte Potter amüsiert und Granger verpasste ihm kurzer Hand einen Schlag auf den Hinterkopf. Sie richtete ihren Zauberstab auf die Spinne und säuselte etwas. Ein roter Blitz stob aus dem Stab heraus und prallte kurz darauf auf die Wand auf der die Spinne saß. Jedoch sah Luca bereits die Gefahr und ließ sich von der Wand fallen. Am Boden liegend blieb der Spinne nichts anderes übrig als sich zu verwandeln. Luca nahm menschliche Gestalt an. Potter lachte auf: „Du?“ Luca zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Ich hatte gerade nichts zu tun!“
„Tatsächlich. Dann hast du also bereits einen Gegenstand?“, fragte Granger neugierig und Luca nickte entschlossen. „Du bist tatsächlich so gut wie man von dir gehört hat!“, sagte Malfoy plötzlich und Luca seufzte: „Es hat eben Vorteile sich frei bewegen zu können und ohne Hilfsmittel zurechtzukommen.“ „Glaub ich gern!“, gab Potter hinzu und kratzte sich am Kopf: „Und nun? Was tust du jetzt? Du hast noch jede Menge Zeit?“ „Eventuell werde ich euch im Auge behalten oder ich werde mich um die Handlanger Oz und Raymond kümmern.“ Malfoy runzelte die Stirn. Es arbeitete in seinem Kopf. Auch Granger schien ihr Wortspiel zu verstehen und warf Potter einen Blick zu. Sein Gesichtsausdruck konnte Luca schwer deuten. Sie drehte den dreien den Rücken zu und wollte gerade gehen als Potter unverhofft den Zauberstab hob.

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BeitragVerfasst: 14.06.2011, 22:53 
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Freut euch also (ich hoffe ihr freut euch), denn noch ist kein Ende in Sicht. Wobei... ich habe da schon etwas ausgebrütet.

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BeitragVerfasst: 15.06.2011, 16:53 
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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 22:35 
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Kapitel 3: Unkontrollierbare Kräfte

Luca blickte über die Schulter und sah Potter nachdenklich an. Was hatte er vor? Granger legte ihre Hand auf dessen Schulter und fragte: „Harry, was tust du?“ „Wieso es ihr einfach machen? Wir wissen dass sie einen Gegenstand hat. Sollen wir ihn uns nicht zurückholen? Wir brauchen dazu nur die Tasche!“, entgegnete Harry lächelnd. Granger nickte und zog ebenfalls ihren Zauberstab, Malfoy zögerte noch etwas.
Keiner der Zauberer rührte sich und im ganzen Schloss schien Ruhe zu herrschen. Der Wind vor den Toren Hogwarts pfiff lauter den je, jedenfalls vernahm Luca ihn nun deutlicher. Sie wusste dass sie nur einen Schritt machen brauchte und Potters gute Reflexe würden sofort reagieren. Auch Hermine schien begeistert bei der Sache zu sein. Nur Malfoy schien irgendwie nicht wirklich entschlossen zu sein etwas zu tun. In Lucas Kopf arbeitete es bereits. In Gedanken ging sie den Hogwartsplan durch und dachte angestrengt nach. Würde sie Potter und dessen Freunden vorbei kommen, so müsste sie noch ein ganzes Stück rennen bzw. fliegen um die Treppe zu erreichen und dann erfolgreich das Stockwerk zu wechseln. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Fluch sie noch vor der Treppe traf war äußerst hoch und ließ damit die Aussicht auf Erfolg sinken.
Würde sie die andere Richtung wählen hätte sie einen sehr langen Gang vor sich. Zwar gab es rechts und link Türen zu Klassenzimmern, aber diese waren wahrscheinlich verschlossen. Ihren Zauberstab um die Türen zu öffnen würde sie vermutlich gar nicht einsetzen können. Und in Gestalt eines Tieres war das Öffnen der Türen ohnehin nicht möglich. Selbstverständlich tickte es in ihrem Kopf weiterhin und ein Gedanke führte zum nächsten und dieser wieder zum nächsten. Ewig konnte sie hier nicht verharren und ihr Plan war zwar nicht wasserdicht, dafür aber besser als geradewegs auf die dreier Gruppe zuzurennen und Gefahr zu laufen geschockt, gelähmt oder schlimmeres zu werden.
Sie musste den perfekten Zeitpunkt abwarten. Potter und Granger rührten sich keinen Millimeter und Malfoy hatte seine Entscheidung getroffen. Er beteiligte sich an diesem Spektakel nicht, auch damit waren Lucas Chancen gewachsen. Dann kam ihre Chance. Eine Explosion erschütterte das Schloss. Die Wände zitterten und der Boden bebte. In dieser winzigen Sekunde in der die beiden Auroren abgelenkt waren setzte Luca sich in Bewegung. Sie drehte sich abrupt herum und nahm die Gestalt eines schönen Gepards an. Dieser setzte sich schlagartig in Bewegung und beschleunigt in nur wenigen Sekunden zu einer hohen Geschwindigkeit. Potter und auch Granger reagierten wie erhofft etwas zu spät und trotzdem flogen die Flüche um Lucas Ohren.
Luca nahm nicht gern die Gestalt von Raubkatzen oder generell von Energie geladenen Tieren an, denn oftmals hatte sie diese Kräfte schwer unter Kontrolle. So wie jetzt auch. Die Geschwindigkeit die sie erreichte machte es ihr schwer die Kurven zu nehmen. Oftmals musste sie gegen die Wände springen um überhaupt einlenken zu können. Dabei stieß sie natürlich ihre Krallen in die Steinmauern und hinterließ eine deutliche Spur. Potter und Granger folgten dieser natürlich und waren ihr dicht auf den Fersen. Knurrend legte Luca an Geschwindigkeit zu und sah schließlich von weitem die Treppe ein Stockwerk hinauf. Ihr Herz flatterte aufgeregt und das Adrenalin schoss ihr in die Ohren. Eigentlich wollte sie abbremsen und sie tat es ja auch, kam jedoch ins Schleudern und blieb an der erste Stufe hängen. Der Gepard stürzte die Treppe hinauf und blieb benommen liegen.
Die Raubkatze maunzte kurz und verwandelte sich dann in einen Menschen zurück. Es drehte sich leicht in Lucas Kopf und deshalb kam sie auch nicht so schnell auf die Beine. Potter und Granger kamen gerade um die Ecke gebogen und sahen die benommene Luca am Boden liegen. Als Harry den Zauberstab hob hielt Hermine ihn mit erhobenem Arm zurück. Sie ging vorsichtig auf Luca zu, es hätte auch eine List sein können. „Alles in Ordnung?“, frage Hermine besorgt und Luca nickte benommen und versuchte aufzustehen. Ihre Beine zitterten unter der Anstrengung und deshalb kippte sie rückwärts wieder zu Boden. Die Anstrengung die der Gepard ihr abverlangt hatte, verspürte sie jetzt intensiver denn je. Zudem musste man bedenken dass sie bereits seit mehr al 48 Stunden nicht mehr geschlafen hatte. Bei stürmischem Wetter flog sie her und während der Prüfungen änderte sie ständig ihre Gestalt und dies verlangte Konzentration und Kraft.
Hermine hockte sich neben das Mädchen und legte das Kinn auf beide Hände ab: „Deine Kräfte scheinen ein Ende zu haben!“ Luca lächelte freundlich: „Ich bin leider kein besonders guter Zauberer und kann mich daher mit Flüchen nicht gut verteidigen.“ Auch Harry kam näher, er senkte den Zauberstab und nahm auf den Treppenstufen platz. Er sah Luca nachdenklich an und fragte nach: „Das bedeutet dass deine Kräfte auch eine Grenze haben!“ „Natürlich. Für gewöhnlich kann ich jedoch Wochen in einer Tiergestalt leben. Hier, während den Prüfungen, musste ich jedoch so oft die Gestalt wechseln, dass ich einfach meine Kraft zu schnell verbraucht habe. Zudem verbrauchen einige Tiergattungen mehr Energie als andere.“, erklärte Luca müde.
Harry nickte: „Verstehe. Dann war der Gepard ein hoher Aufwand für dich.“ „Anders wäre ich nicht entkommen.“, bestätigte Luca und Hermine flüsterte: „Aber gibt es ein Tier welches deine Kräfte regelrecht verschlingt?“ Luca lachte: „Ja, da gibt es eines. Dieses Wesen ist ziemlich schwer im Zaum zu halten und die Kräfte zu unterdrücken bzw. zu meistern kostet die meiste Kraft. Drachen sind halt anmutige und starke Wesen.“ „Drachen!?“, schoss es aus Harry verblüfft heraus und Luca nickte kurz: „Ja. Fabelwesen oder magische Wesen überhaupt sind ziemlich kompliziert. Hippogreife, Einhörner oder auch der Phönix sind ziemlich schwierig.“
„Sagen wir mal hypothetisch.“, erwiderte Hermine plötzlich: „Du nimmt die Gestalt eines Drachen an und ich entnehme eine Schuppe oder einen Zahn und du verwandelt dich in einen Menschen zurück, was passiert mit dem entnommenen Gegenstand?“ Luca schloss kurz die Augen, dann lächelte sie: „Das bleibt geheim!“ Das weißhaarige Mädchen stand nun endlich auf und Harry entgegnete mit gerunzelter Stirn: „Du fürchtest das was geschehen wird sobald man herausfindet was damit geschieht!“ „Es sind viele meiner Art bei solchen Versuchen verstorben.“, entgegnete Luca mit Nachdruck und putzte ihren staubigen Umhang ab. Hermine fragte nun etwas was ihr wahrscheinlich schon lang auf der Seele brannte: „Ich frage mich irgendwie die ganze Zeit warum du wohl Auror werden möchtest!“
„Ich möchte eine Aufgabe haben!“, antwortete Luca prompt und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie dachte kurz nach, verschloss die Augen und fuhr dann fort: „Wisst ihr, meine Familie, die letzten bekannten Wandler, leben in der Einöde und unsere einzige Aufgabe besteht darin uns vor feindlichen Angriffen zu verstecken und uns gegenseitig zu verteidigen. Aber ist dass das Leben was ich will?“ „Ich würde wahrscheinlich die Flucht ergreifen!“, gab Harry zu. Auch er hatte die Arme verschränkt und ließ sich die Worte des Mädchens durch den Kopf gehen: „Man kann nicht leben indem man immer davon läuft und sein Dasein einfach fristet. Wäre ich damals davon gelaufen und hätte mich versteckt, wer weiß was Voldemort meinen Freunden, Bekannten und Liebsten angetan hätte. Vermutlich wäre ich jetzt kein Daddy.“ „Natürlich kann man sich immer wieder die Frage stellen „Was wäre wenn?“, aber eine Antwort darauf zu finden ist so ähnlich schwer wie die Antwort für den Sinn des Lebens.“, entgegnete Luca weise. Sie hatte die Augen wieder geöffnet und starrte dem ihr gegenüber nachdenklich an.
Hermine lächelte milde: „Es sind weise Worte die du da wählst und ich bemerke mehr und mehr dass du sehr reif für dein Alter bist und wahrscheinlich trotz deines Schicksals vieles erlebt hast. Dein Mut ist bemerkenswert und deine Ausdauer hervorragend. Schlage dich weiterhin so tapfer und dein Weg als Auror kann gesichert sein.“ „Es stimmt. Wir sind mitten in der Prüfung! Fast vergessen!“, bemerkte Luca und schlug sich mit der Handfläche kurz gegen die Stirn. Kaum hatte sie dies getan verwandelte sich das Mädchen in einer Schleiereule und flog schuhuhend davon. Hermine und Harry sahen sich beide nachdenklich an. Luca glitt elegant durch die Flure, die Treppen hinunter und flog graziös durch den Torspalt der Großen Halle.
Noch bevor die Eule zur Landung ansetzte nahm sie die Gestalt einer kleinen weißen Maus an. Diese huschte unbemerkte unter die Tische in der Großen Halle und verharrte dort. Das kleine Tier rollte sich zusammen und schlummerte vor sich hin. Sie musste nun erst einmal Kräfte sammeln. Aus Schlummer wurde ein tiefer Schlaf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 28.06.2011, 22:07 
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Rest Kapitel 3!

Schritte rissen das kleine Tierchen aus dem Schlaf und bekannte Stimmen drangen zu ihr herunter. Oz und Raymond betraten die Große Halle. War es bereits Abend? Die Maus setzte sich auf die Hinterbeine und rieb die Augen vom Schlaf frei. Dann schüttelte sie ihren weißen Pelz und tippelte vorsichtig unter dem Tisch hervor um einen besseren Blick zu haben. Raymond hatte sich bereits an einen der Tische niedergelassen und prompt erschien mit einem ‚Plop’ ein Hauself. Dieser fragte mit quietschender Stimme: „Möchten Sie etwas zu sich nehmen, Mr. Raymond.“ „Raymond ist doch mein Vorname, du Trottel!“, blaffte der junge Mann den Hauselfen an und Oz sagte freundlich: „Mr. Raymond möchte einen heißen Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen.“ „Und ihr? Meister Oz?“, fragte der Hauself ehrwürdig. Oz dachte kurz und angestrengt nach: „Ich nehme ein Butterbier und ein paar leckere Schweinsohren.“
Erneut verschwand der Hauself und nun trat die Maus hervor und nahm menschliche Gestalt an. „Ich wusste es!“, rief Luca aufgebracht. Oz kicherte mal wieder, wie es scheinbar seine Art war und Raymond saß mit offenem Mund da. Luca schüttelte den Kopf: „Spione, nicht wahr? Hat euch Potter beauftragt?“ „Jupp!“, kicherte Oz, irgendwie schien ihn das alles zu amüsieren. Raymond stand auf und deutete mit den Finger auf Luca: „Wo kommst du her?“ Luca verdrehte die Augen: „Bin auf einer Sternschnuppe hergeritten.“ Nun schmiss sich Oz fast weg, er kugelte sich regelrecht vor Lachen. Raymond wurde leicht rot: „So meinte ich das nicht!“ „Ich war vor euch hier, in der Großen Halle!“, sagte Luca erzürnt und Raymond setzte an, doch Oz mischte sich ein.
„Mädels, nicht streiten.“, sagte er, noch immer schmunzelnd. Raymond warf seinem Freund einen zornigen Blick zu und wandte sich schließlich ab. Oz richtete sich an Luca: „Hast du schon deinen Gegenstand?“ „Und ihr?“, fragte Luca ausweichend. Mit schüttelnden Kopf sagte Oz: „Brauchen wir doch nicht! Wir tragen die Gegenstände von Anfang an bei uns. Immerhin kennen wir die Prüfungsabläufe in- und auswendig. Klar?“ „Ich habe mich ohnehin schon gewundert! Potter schien es gar nicht bemerkt zu haben. Als die erste Prüfung begann sagte er nämlich ihr seid bereits zum zweiten Mal bei diesen Prüfungen dabei. Dies geht aber gar nicht!“, sagte Lucaria triumphierend. Oz dachte kurz nach und zuckte dann mit den Schultern: „Stimmt. Er musste irgendwie erklären weshalb wir die Prüfungen so halbwegs gut kannten. Aber eigentlich finden diese Prüfungen zum ersten Mal statt.“
Raymond, Oz und Luca blickten auf als sie die Schritte bemerkten. Zwei andere Teilnehmer traten ein. Der eine hatte schulterlanges blondes Haar und hatte einen dunkel blauen Umhang an. Sein Gefährte hatte ganz kurz geschorene braune Haare und trug seltsamerweise gar keinen Umhang. Er hatte gewöhnliche Muggelsachen an. Eine abgetragene Jeans und einen ausgebeulten Pulli. Er wirkte auf den ersten Blick überhaupt nicht magisch. Sein Zauberstab steckte im Gürtel, welcher die Hose umschlang. Unter dem Pulli, am Hals entlang, führte eine lange Narbe. War diese von einem Kampf. Der junge Mann bemerkte Lucas musternden Blick sofort und lächelte ihr zu. Er war ihr vorher überhaupt nicht aufgefallen und doch hatte er etwas an sich was sie in einen Art Bann zog.
Oz und Raymond bemerkten die Spannungen oder auch Anziehungskräfte zwischen den beiden Magiern. Luca war neugierig und zugleich hin und her gerissen. Am liebsten hätte sie ihn auf seine Narbe angesprochen, doch vielleicht war es ihm unangenehm. Potter trat plötzlich an den mysteriösen Zauberer vorbei. Seine Schritte verrieten Luca dass er wegen irgendetwas ziemlich aufgebracht war. Wo waren Hermine und Malfoy?
Oz starrte an Harry vorbei zum Eingang der Großen Halle, Luca folgte seinem Blick. Ted Lupin stand im Torbogen und sah seinem Patenonkel nach. Er schien besorgt zu sein und doch konnte man die Anstrengungen des letzten Vollmondes deutlich in seinem Gesicht sehen. Harry blieb stehen und rief in die Große Halle: „Es haben sich ja bereits fünf Teilnehmer hier versammelt. Dazu muss ich kurz etwas sagen. Unsere Auswertung der zweiten Prüfung wird etwas warten müssen. Einer der Teilnehmer hat das Schloss verlassen und befindet sich nun im Wald. So ein Trottel.“ Potter war sichtlich genervt und nun schien er es zu bereuen die Aufgabe angenommen zu haben ein paar Auszubildende auszuwählen. Ted trat nun vollkommen in die Große Halle ein und erhob seine Stimme: „Harry! Wir sollten gehen!“
Seine Stimme war reizvoll. Er flüsterte fast und trotzdem verstand man jedes Wort. Seine Aussprache war faszinierend und der Klang seiner Stimme hallte in Lucas Ohren wieder wie eine liebliche Frühlingsmelodie. Wieso empfand Lucaria seine Aussprache so? Er trat noch einen weiteren Schritt in die Große Halle und Harry drehte sich zu seinem Patenkind um und nickte. Die Narbe über Teds Auge war nicht sehr groß und trotzdem rührte sie wahrscheinlich aus einem schweren Kampf mit einem dunklen Zauberer.
Luca wusste dass man als Auror vor Verletzungen oder gar Verstümmelungen nicht sicher war und trotzdem hatte sie sich nie so direkt vor Augen geführt was eigentlich alles für Gefahren in der Welt lauern. Malfoy trat ein. Seine Schritte waren gezielt, er steuerte Harry an. Sein Umhang war vom Regen durchnässt, hatte es wieder angefangen zu regnen? Malfoy sagte außer Atem: „Jenkins ist nicht aufzufinden. Der Regen hat jegliche Spur verwischt.“ „Verdammt!“, schrie Harry und schlug mit der Faust auf den Tisch. Der mysteriöse Teilnehmer, dessen Name Luca nicht kannte, setzte sich gelassen auf einen der Tische. Er verschränkte die Arme vor der Brust und verschloss die Augen.
Es war wirklich seltsam. Als Luca sich zu Wort meldete, nickte der junge Mann plötzlich, dies verunsicherte sie gewaltig: „Ich… ich könnte helfen!“ Harry und Malfoy blickten auf. Ted stand wortlos, wie eigentlich bisher die ganze Zeit, da und warte auf weitere Reaktionen im Raum. Irgendwie schien er Luca sehr ähnlich zu sein, denn auch sie sah Reaktionen die sonst niemand beachten würde. Ted sah nämlich den auf dem Tisch sitzenden Zauberer kurz an, als dieser genickt hatte. Höchst seltsam.
Harry nickte entschlossen: „Der Geruchsinn eines Hundes wäre von Vorteil!“ „Ein Wolf wäre besser!“, erhallte Teddys Stimme im ganzen Saal und Malfoy blickte von Harry zu Ted und wieder zurück. Harry lächelte seinen Neffen liebevoll an: „Wie du meinst!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 04.07.2011, 17:43 
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stell bloß den rest der geschichte on, bitte!!!
die ist echt total gut!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 07.07.2011, 21:00 
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Schnell, mach weiter!
Ich liebe die Geschichte, sie ist sooo schön geschrieben!
:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zauberei!
BeitragVerfasst: 08.07.2011, 19:39 
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Kapitel 4: Nächtliche Begegnung

Der Rassen war tatsächlich aufgeweicht und jegliche Spuren schienen in den Schlamm zu versickern. Die einst so grünen Wiesen Hogwarts waren nun überflutet von einem trostlosen matschigen Braun. Mit den Schuhen versank man völlig im Schlamm und Luca, die generell schmal gebaut war und nicht sehr kräftig aussah, hatte Mühe ihre Beine aus dem Schlammloch zu befreien. Potter, Malfoy, Weasley und Lupin begleiteten das junge Mädchen in den Wald. Die Dunkelheit war längst hereingebrochen und nur der fast volle Mond war zu sehen und erhellte leicht die Umgebung.
Harry seufzte schwer und meckerte Ron an: „Ich sagte doch du sollst es nicht übertreiben!“ „Übertreiben? Wer hat es denn übertrieben? Wer jagte das Abbild eines Basilisken durch die Gänge und wer beschmierte die Wände mit Blut?“, fragte Ron vorwurfsvoll und Malfoy kicherte plötzlich: „Erinnert mich an das zweite Schuljahr!“ Harry stimmte lachend ein: „Jaaaa… genau. Dachte die Unheimlichkeiten unserer Schuljahre verschrecken die Anwärter schon ein wenig.“ „Klar!“, blaffte Malfoy heraus, konnte ein Grinsen jedoch nicht unterdrücken. „Aber!“, sagte Harry plötzlich und drehte sich mit erhobenem Zeigefinger zu Ron um: „Deine Aktion hat den Jungen verjagt!“ „Was hat er gemacht?“, fragte Luca nun nach die mittlerweile außer Atem war.
„Er hat ganz fürchterlich und unheimlich gelacht!“, erwiderte Harry mit ernster Miene. „Mehr nicht?“, fragte Luca nach und blieb stehen. Ron trat an das weißhaarige Mädchen heran: „Ich hatte mit Harrys Tarnumhang geliehen. Zu sehen war nur mein Kopf und mein Lachen war zu hören. Harry war viel krasser während der Prüfung!“ „Und trotzdem warst du der Auslöser!“, schimpfte Harry.
Sie erreichten bald den Rand des Waldes und Luca nahm ohne Aufforderung die Gestalt eines weißen Wolfes an. Bevor sie sich in Bewegung setzte begann sie die Witterung aufzunehmen. Jede Richtung überprüfte sie zweimal und jedes Mal wenn sie vermutete ihn aufgespürt zu haben, sog sie die Luft intensiver durch die Nase ein. Ein stechender Geruch war zu vernehmen und Luca bewegte sich in östliche Richtung in den Wald. Sie konnte schwer beurteilen ob dieser Geruch menschlich war oder ein Tier angehörte, problematisch war eben dass Luca ihre Fähigkeiten noch niemals auf diese Weise eingesetzt hat. Die kleine Gruppe bestehend aus Auroren folgte der Wölfin so gut es ging. Natürlich war sie in Wolfsgestalt wesentlich wendiger und die Bewegungen durch den Schlamm fielen ihr nicht mehr allzu schwer. Ron flüsterte: „Ob Rexter und Xanders mit ihren Aufgaben zurecht kommen? Immerhin müssen sie die Kleinen hüten!“
Luca blieb stehen und drehte sich herum. Wen meinte er mit „Kleinen“? Meinte er etwas die Teilnehmer, also auch sie selbst? Harry blieb wie angewurzelt stehen und starrte die Wölfin an. Plötzlich verbesserte er Ron: „Du meinst die Teilnehmer!“ „Klar! Wen sonst?“, fragte Ron der scheinbar nichts kapiert hatte. Malfoy grinste breit, wahrscheinlich über Rons Unaufmerksamkeit und Ted, Ted verzog keine Miene. Luca wandte den Kopf provokant eingeschnappt von Harry ab. Sie setzte ihren Weg fort. Immer wieder waren seltsam Geräusche zu hören und Luca versuchte auch diese zu deuten, immerhin hätte es auch der verloren gegangene Teilnehmer, dessen Namen sie überhaupt nicht kannte, sein können. Die Spur die Luca aufgenommen hatte war nun eindeutig menschlich, da war sie sich ziemlich sicher, deshalb beschleunigte sie ihre Schritte ein wenig.
Völlig versunken in ihrer Aufgabe folgte sie dem Geruch ohne auf ihre Begleitung zu achten. Sie hörte nicht einmal wie man ihren Namen rief und sie hörte auch nicht die näher kommenden Schritte. Etwas an diesem menschlichen Geruch war seltsam! Es brachte Luca dazu ihre Deckung und Umgebung nicht zu achten und damit war sie ungeschützt und wären die Auroren nicht in der Nähe, wäre sogar ich Leben in Gefahr. Ein Wandler hatte nicht nur Feinde die menschlich waren. Eine Maus hatte selbstverständlich die Feinde die eine Maus eben hatte, Katzen, Schlangen, Eulen und andere Tiere der Erde.
Ein ungutes Gefühl regte sich in ihr, denn nun wusste sie warum der Geruch des Jungen sich so stark verändert hatte. Ein anderes Tier, ein anderes Wesen folgte seiner Spur und dessen Geruch vermischte sich mit dem des Jungen. Ein leises dumpfes Knurren entrann ihrer Kehle und in diesem Moment schrak sie zusammen. Jemand legte seine Hand auf ihren Rücken und holte sie aus den Gedanken heraus. Mit einem Knurren drohte sie dem dreisten Magier und eilte instinktiv schützend davon. Ihre Geschwindigkeit war nicht annähernd so schnell wie die des Gepards, trotzdem schüttelte sie den Zauberer kurzer Hand ab. Sie hörte hinter sich zwischen den Bäumen noch Harrys Stimme hallen: „Brinx! Warte!“ Doch Lucas Instinkte siegten in diesem Moment und Flucht war die sicherste Lösung.
Nach sicher einen Kilometer kam die Wölfin zum Stehen. Sie war außer Atem und warf einen Blick über die Schulter. Von den Zauberern war keine Spur zu sehen und erst jetzt wurde ihr richtig bewusst was sie da getan hatte. Sie hatte einfach so die Auroren im Wald stehen lassen. „Mist!“, flüsterte Luca als sie wieder menschliche Gestalt annahm. Hockend lauerte sie am Boden und beobachtete die Richtungen. Die dunklen Bäume um sie herum tanzten mit dem Wind und die Sträucher bewegten sich im Klang der knarrenden Bäume. Luca stürzte los, stieß sich vom Boden ab und nahm die Gestalt einer Eule an. Sie segelte zwischen den hoch gewachsenen Bäumen hindurch und versuchte ihre Gefährten wieder zu finden. Gott sei Dank war dies nicht allzu schwer, denn die vier Auroren warteten an Ort und Stelle wo Luca sie zurück ließ. Seltsamerweise waren sie keineswegs beunruhigt. Sie plauderten nett miteinander und hätten jeder jetzt noch eine Tasse in der Hand, hätte es wie ein Kaffeeklatsch gewirkt.
Luca landete in einem Baum und schuhute die Auroren an. Harry und Ted blickten gleichzeitig auf und Luca ließ sich im Sturzflug vom Baum segeln und noch bevor sie den Boden berührte war sie wieder das weißhaarige Mädchen. Als sie Boden unter den Füßen fasste, rutschte sie leicht weg und landete mit Händen und Knien im Matsch. Potter prustete los und auch Ron stimmte mit ein, er hielt sich sogar den Bauch vor lauter Lachen. Malfoy und Ted schienen daran nichts lustig zu finden. Luca fauchte gereizt: „Klar! Geht’s noch?“ Potter nickte und versuchte sich zu fangen, auch Ron schien sich langsam zu beruhigen. Teds Stimme ließ schließlich Ruhe einkehren: „Es tut mir Leid!“ Seine Stimme war so intensiv dass Luca gar nicht reagieren konnte und erst gar nicht bemerkte dass er sie ansprach. Doch er blickte in ihre Richtung und Luca zuckte mit den Schultern: „Aber, was denn?“ Ted räusperte sich und fuhr sich nervös durchs Haar: „Ich habe dich verschreckt!“
„Es war nicht deine Schuld!“, erwiderte Luca und erhob sich endlich aus der Schlammlache. Sie wischte sich die Hände am Umhang ab, welcher mittlerweile völlig verdreckt war und fuhr fort: „Ich bin es nicht gewohnt dass menschliche Wesen mich auf meinen Streifzügen begleiten!“ „Menschliche Wesen?“, fragte Malfoy nach und Teds flüsternde Stimme antwortete: „Die Wandler zählen nicht zu den Menschen!“ „Tatsächlich?“, fragte Ron überrascht und Harry wirkte nun ernst und sehr nachdenklich. Was ging wohl in seinem Kopf vor sich?
„Außerdem war ich abgelenkt!“, warf Luca nun ein und streckte ihre Arme in die Höhe. „Wovon?“, wollte Teddy plötzlich wissen und Luca fiel nun auf dass er noch nie soviel wie jetzt gesprochen hatte. War er eventuell schüchtern und taute langsam auf? In ihm floss Werwolfsblut und vielleicht zog er es deshalb vor den Leuten nicht so sehr aufzufallen. Luca fing sich rasch und antwortete ihm: „Der Geruch unseres Ausreißers wird von einem anderen überdeckt. Ich glaube ein Tier aus dem Wald hat auch Interesse an ihm!“ „Es gibt genügend Wesen im Wald die Menschenfleisch zu sich nehmen.“, sagte Malfoy plötzlich und Ron erwiderte leicht nervös: „Harry… erinnere dich doch an Aragogs Brut!“ Harry kicherte: „Wie könnte ich die vergessen?“
Aragog, so hatte Lucaria es einst von ihrem Vater gehört, war eine gewaltige Acromantula. Man brauchte sich einfach nur eine behaarte gebäudehohe Spinne vorstellen. Ron schüttelte es bei diesen Gedanken und Luca dachte kurz daran ob es ihr wohl gelingen würde solch eine Spinne darzustellen? Wie es wohl war? Sie konnte die Kraft eines Drachen noch nicht kontrollieren, aber war es ihr möglich Acromantula zu beherrschen? Bei Gelegenheit würde sie dies wohl ausprobieren.
Teds Stimme säuselte mit dem Wind: „Wir sollten weitergehen!“ Harry stimmte nickend zu und die kleine Gruppe setzte sich in Bewegung. Mit nur einem Augenzwinkern verschwand Luca und an deren Stelle erschien wieder die weiße Wölfin.
Ich Weg führte sie weiter hinein in den tiefen dunklen Wald. Die Bäume, so hatte man den Eindruck, wurden höher und dichter je weiter man lief und das Gras und die Farne verdeckten fast die Wölfin. Noch ein wenig mehr und man hätte Schwierigkeiten sie zu sehen. Luca blieb stehen und warf fast schon hysterisch den Kopf nach hinten. Auch Harry und Malfoy wandten sich erschrocken herum als sie die Reaktion des Tieres sahen. Nur Ron schien etwas schwer von Begriff zu sein. Wie konnte so jemand nur Auror sein?, schoss es durch Lucas Kopf. Der Grund für ihr Anhalten war Ted.
Dieser war einige Meter hinter der Gruppe stehen geblieben und starrte in die Höhe in die Baumwipfel. Harry runzelte nervös die Stirn und eilte zu seinem Neffen. Ted blickte Harry nicht an als er sprach: „Es scheinen Kreaturen durch die Bäume zu huschen.“ Luca blickte ebenfalls in die Baumkronen und lauschte dem Wind und dem Knarren des alten Baumholzes. Sie konnte weder etwas hören noch riechen, wie also konnte Ted wissen dass da etwas auf uns lauerte. Hatte er womöglich, durch diese Werwolfsache, einen viel besseren Geruchsinn als sie selbst?
Luca wandte schlagartig den Blick wieder nach vorn und duckte sich zwischen den Farnen weg. Die Baumwipfel beanspruchten noch immer die Aufmerksamkeit von Harry, Ted und Malfoy. Ron hingegen schien dies zu bemerken was Luca bemerkte. Schritte.
Es waren eilige, unbeholfene Schritte. Sicher kein Tier, dieses wäre bei dem Krach den es selbst verursachte hier draußen verhungert. Luca reckte den Kopf in den Wind und als sie den Geruch endlich erkannte nahm sie menschliche Gestalt an. Dadurch dass sie selbst nicht sehr groß war und zudem noch hockte, sah man einen Teil ihrer Schultern und ihren Kopf. Sie flüsterte behutsam um die anderen nicht zu erschrecken: „Er kommt zurück!“ Harry und Malfoy blickten Luca an und Ted flüsterte: „Hoffentlich lassen sie uns ziehen!“ Luca wusste noch immer nicht was in diesen Bäumen lauerte und ob es gefährlich war oder eher harmlos. Die Schritte wurden lauter sodass auch Ted seine Aufmerksamkeit auf das Näherkommende richtete.
Und dann, wie aus dem Nichts erschien der verloren gegangene Teilnehmer. Er keuchte sehr und schwitzte fürchterlich. Völlig unter Panik stehend lief er geradewegs auf Harry zu und suchte Schutz hinter ihm. „Da… da… da ist was!“, seine Stimme war so zitternd und bebend dass man kaum ein Wort verstehen konnte, doch das Knacken eines Astes lenkte Luca von dem verängstigten Jungen ab. Etwas strahlend Weißes trat zwischen den Bäumen und den Farnen hervor. Die Hufe schlugen klackernd auf die einzelnen Steine im Boden, die einzelnen Muskeln und Sehnen im Körper des Tieres waren gespannt. Die wunderschöne Stute mit dem silbrigen Haar blieb stehen beim Anblick der Besucher. Es fühlte sich seltsam für Luca an so einem schönen Tier gegenüber zu stehen. Das Einhorn, schon allein sein Erscheinungsbild ließ das Magische was dahinter stand vermuten. Die Eleganz und Schönheit war kaum mit Worten zu beschreiben. Ein Strahlen umgab das atemberaubende Tier. Sie war königlich. Hinter ihr, unbeholfen und wackelig auf den Beinen, trat ein goldenes Fohlen hervor. Wiehernd nahm es den Platz neben seiner Mutter ein. Diese stupste das Fohlen vorsichtig an und beide wollten zurück in ihre gewohnte Umgebung.
Luca nutzte diesen Augenblick aus. Es würde sich wahrscheinlich keine andere Möglichkeit bieten um ihre Fähigkeiten zu testen. Vorsichtig, fast lautlos, nahm Lucaria ihre Gürteltasche ab und ließ diese zu Boden gleiten. Harry flüsterte kaum hörbar: „Was tust du?“ Die Stute richtete ihren Blick auf die Gruppe. Hatte sie Harrys Stimme vernommen oder war ihr die Bewegung von Lucaria ein Dorn im Auge. Wiehernd bäumte das Tier sich auf und warf mit dem Kopf um sich. Ihr Horn war eine tödliche Waffe. Luca trat einen Schritt auf das Tier zu, dieses scharrte nervös im Boden. Noch einen weiteren Schritt wagte Luca und von einer Sekunde zur nächsten stand an ihrer Stelle ebenfalls ein Einhorn.
Luca wieherte begrüßend und warf den Kopf auf und ab. Die Stute hielt inne und schien für einige Sekunden nachzudenken. Das Fohlen hingegen blickte an seiner Mutter vorbei. Luca entfernte sich von der kleinen Gruppe Auroren und trat noch einen weiteren Schritt auf die beiden Einhörner zu. Kauften sie ihr ab zu ihresgleichen zu gehören? Zumindest das Fohlen, unwissend, tippelte freundlich Luca entgegen und wieherte sie glücklich an. Es warf den Kopf unbeholfen hin und her und verlor dabei fast das Gleichgewicht. Dessen Mutter legte die Ohren an und beobachtete das andere Einhorn. Luca blieb stehen wo sie war. Jegliche Bewegung hätte der Mutter Angst machen können.
Dann plötzlich und unerwartet kam auch das Muttertier näher und blieb kurz vor Luca stehen. Sie reckte ihr den Kopf hin und Luca wartete kurz ab. Das Fohlen wieherte Luca immer wieder an, bis diese selbstständig den Kopf senkte. Die Mutter des Hengstes berührte mit ihrem Horn das von Luca und wie von Geisterhand vernahm sie eine liebliche Stimme in ihren Kopf: „Du bist keine von uns!“ Luca wusste nicht darauf zu antworten und das Einhorn fuhr fort: „Kommunikation muss gelernt sein, Wandlermädchen.“ Noch immer bewegte sie Luca nicht und schließlich war es das weibliche Einhorn die beiseite trat und wieder von dannen ging.
Fast schon verschwunden zwischen den Bäumen blieb diese noch einmal stehen, wandte den Kopf zurück und wieherte laut. Das kleine Fohlen trat auf Luca zu und reckte sein Horn ihr entgegen. Diesmal wusste sie was zu tun war und so berührte sie auch sein Horn. Der kleine Hengst kicherte: „Bis bald mal!“ Dann wieherte der kleine Bursche und galoppierte zu seiner Mutter und beide verschwanden in der Finsternis des Waldes.
Lucas Herz schlug wild in ihrer Brust. Aufregung machte sich breit und mit einem Mal wurde ihr klar, dass sie eine weitere Stufe der Wandlungen geschafft hatte. Ein Einhorn war ein magisches Tier und diese Verwandlung und Beherrschung der Kräfte hatte Luca bisher noch nie geschafft. Glücklich darüber drehte sich die Stute zu ihren Begleitern herum und musste feststellen dass diese scheinbar gar nicht recht wussten was da eben geschah. Luca konnte nicht anders, in Einhornsgestalt trabte sie an den Auroren vorbei und nahm den Weg der aus dem Wald herausführte. Stolz machte sich in Luca breit.

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